AIKO TOMI
Die in Toronto lebende Alt-Pop-Künstlerin AIKO TOMI schreibt wie jemand, der die Menschen (und sich selbst) von direkt hinter einer Glasscheibe aus beobachtet: amüsiert, unbeeindruckt von Regeln und stets mit einem Blick für die Details, die den meisten Menschen entgehen. Weibliche Kraft trifft auf kindliche Verspieltheit in eingängigen Melodien, Beats und selbstbewussten Wortspielen, die das Alltägliche in etwas verwandeln, das es wert ist, genauer betrachtet zu werden. Als klassisch ausgebildete Pianistin und Komponistin wurde sie dazu erzogen, alles richtig und schön zu machen, doch sie zieht es vor, der Wahrheit treu zu bleiben – selbst wenn diese seltsam und ein wenig verzerrt ist.
Ihr zweites Album, Everything Sparks Joy (2025), brachte ihr bei den 16. Golden Indie Music Awards (GIMA) in Taiwan Nominierungen in den Kategorien „Bestes Alternative-Pop-Album“ und „Bester Elektronik-Song“ („BOUNCE“) ein. „Animal’s Awake“ (2023) handelte davon, ihren Körper zurückzugewinnen. Bei „Everything Sparks Joy“ handelte davon, die gleichzeitig in ihrem Kopf herrschenden Widersprüche zu überstehen. Ihr nächstes Kapitel geht in eine rauere Richtung, näher an den Nerv. The Guardian bezeichnete „Monolids“ (aus Animal’s Awake) zu einem der besten Newcomer-Tracks des Jahres gekürt, und „INVOICE“ mit Jesse Lucas wurde in Torontos Musikszene zu einem echten Geheimtipp. Die Singles landeten in den Spotify-Playlists „Fresh Finds“, „Hyperpop“, „Fresh Finds Pop“ und „Fresh Finds Dance“ sowie in Tidals „Dance Pop“-Playlist und wurden zusätzlich von Complex, CBC Radio und Exclaim! besprochen, die ihre „lyrische Gewandtheit“ lobten.